LehrlingsTalk: Eingreifen statt Wegschauen

 

Unter LehrlingsTalk erzählen unsere Lehrlinge hier aus ihrem Berufs- und Ausbildungsalltag. Den Anfang macht Andrea. Sie ist im 2. Lehrjahr zur Bürokauffrau und schreibt heute über ihre Ausbildung zur Peer-Trainerin bei ZARA (Zivilcourage und Anti-Rassimus-Arbeit).  Eine wichtige und tolle Sache!

An meiner Berufsschule in der Embelgasse fand dieses Jahr zum 11. Mal das Peer Education Projekt „Mut zur Vielfalt! – Antidiskriminierung in der Berufsschule“ statt, bei dem ich mit mehreren SchülerInnen die Ausbildung zur Peer TrainerIn absolviert habe.

Ziel der drei Tage war, positiver Umgang mit der gesellschaftlichen Vielfalt für ein respektvolles Zusammenleben im Schul-, Berufs- und allgemeinem Alltag, sowie deren Auslöser zu hinterfragen und so diskriminierende Verhaltensmuster aufzubrechen.


„Durch die Rollenspiele habe ich gelernt wie ich richtig reagieren und eingreifen kann, wenn ich sehe, dass jemand gemobbt oder beleidigt wird.“


Bei den interaktiven Workshops und Methoden haben wir uns mit den Themen Rassismus, Diskriminierung, gesellschaftliche Vielfalt und Zivilcourage auseinandergesetzt.  Außerdem haben wir erarbeitet, wie wir selber auch im Rahmen von Workshops unser erworbenes Wissen bei Gleichaltrigen in anderen Klassen weitergeben können.

Zum Abschluss führten mit unseren TrainerInnen noch ein Abschlussgespräch und erhielten als ausgebildete Peer-TrainerInnen von unserer Direktorin ein Zertifikat. Neben den Zertifikaten bekamen wir auch ein „Mut zur Vielfalt“ – T-Shirt von Dr.in Bianca Schönberger, der Geschäftsführerin von ZARA Training übereicht.

Für mich persönlich war die Peer Education eine sehr tolle Erfahrung, da ich beim Workshop viel über Diskriminierung im Alltag erfahren habe und weiß in welchen Fällen ich sogar rechtlich vorgehen kann. Durch die Rollenspiele habe ich gelernt wie ich richtig reagieren und eingreifen kann, wenn ich sehe, dass jemand gemobbt oder beleidigt wird und das Einschreiten nicht gleich bedeutet, dass man sich selbst in Gefahr bringen muss.

Im Alltag bin ich auch viel aufmerksamer und selbstbewusster unterwegs, kann Konflikte richtig einschätzen und bin mutiger darin auch Mitmenschen auf die Gefahr aufmerksam zu machen. Das Vortragen in den anderen Klassen hat mir auch viel Spaß gemacht, da ich froh war anderen diese Themen näher bringen zu können. Ich würde den Workshop jedem weiterempfehlen und mein neues persönliches Motto zum Thema Diskriminierung ist für mich „Eingreifen statt Wegschauen“.

 

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